Den inneren Schweinehund besiegen

Wer kennt das nicht? Entspannt auf dem Sofa liegen und den Abend ausklingen lassen, klingt so viel besser als sich nach Feierabend noch in die Sportklamotten zu begeben? Der ewige Kampf zwischen Schweinehund und Sport ist täglich präsent. Am Ende gewinnt doch zu oft das Sofa. Ist das letzte Training schon eine Weile her, wird die Überwindung umso schwerer. Aber warum sich überwinden müssen, wenn der Sport doch eigentlich Spaß macht?

Der ewige Begleiter namens Schweinehund

Trotz Spaß an einer Sportart, hadert man doch zu oft mit sich selbst. Das liegt womöglich daran, dass sich der Mensch immer den bequemsten Weg sucht, in allen Lebenslagen. Der Schweinehund hält einem vor Augen, welche geistigen und körperlichen Anstrengungen warten. Um den Schweinehund nicht gewinnen zu lassen und die Oberhand zu behalten, braucht man etwas ganz Essentielles: ein Ziel.

Den inneren Schweinehund besiegen: Feste Ziele

Das oberste Gebot, um den inneren Schweinehund zu besiegen, ist ein klares Ziel. Konkrete Terminierung ist das A und O beim Sport. Auch „Bilder“ im Kopf sind sehr hilfreich. Hat man beispielsweise ein Kleid, das nicht mehr passt, kann es das Ziel sein, es im bevorstehenden Sommerurlaub wieder tragen zu können. Das Sommerkleid als inneres Bild – einen passenderen Antrieb gibt es wohl kaum.

Den inneren Schweinehund besiegen: Konkrete Termine

Viele Sportler schaffen es, Trainingstage festzulegen, wenn es aber um eine genaue Uhrzeit geht, wird oft großzügig verfahren.  Und schon ist er wieder da, der innere Schweinehund.

Jede Konkretisierung hilft. Beispielsweise jeden Montag und Mittwoch um 17 Uhr wird die Zeit für den Sport fest eingeplant – am besten auch im Kalender. Sind die Termine erst einmal festgelegt, fällt die Planung und Durchführung leichter. Auch Ausfälle können besser koordiniert werden. Man hat somit eine genaue Vorstellung, was erreicht werden soll und unter welchen Bedingungen.

Falls es dann doch zu einem Misserfolg kommen sollte oder das Ziel nicht nach den gewünschten Vorstellungen erreicht wurde, sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Wichtig ist, trotzdem am Ball zu bleiben und gegebenenfalls nach den Ursachen zu suchen. Vielleicht war das Ziel zu ambitioniert oder der Zeitraum für das Training zu knapp gewählt. Wichtig ist, dass die Ziele mit Freude und nicht unter Stress oder Druck erreicht werden. 

Bergurlaub in der Tiroler Zugspitz Arena

Bislang war mir die Zugspitze nur als höchster Berg Deutschlands ein Begriff. Dass die Region bei weitem noch mehr zu bieten hat, durfte ich im Januar auf einer Pressereise in die Tiroler Zugspitz Arena erleben. „Aktiver Bergurlaub für Junggebliebene“ stand auf dem Programm, Zielgruppe 50+. Nun habe ich zwar gerade erst die 30 überschritten, die Einladung habe ich aber trotzdem gerne angenommen und war gespannt auf Tirol. Mein erstes Fazit nach der Anreise: Wer im Winter nach Tirol reist, sollte entweder Schneeketten dabei haben oder zumindest ein Auto mit Allradantrieb fahren. So viel Schnee ist man in unseren wärmeren Gefilden rund um Heilbronn nicht mehr gewöhnt und so musste ich ganz schön schlucken, als mich mein Navi in Berwang eine ziemlich steile Straße hinaufschicken wollte und das bei zwei Meter Schnee und Glatteis. Zum Glück gab mir eine nette Tirolerin, auf deren Hof ich mich im Schnee festgefahren hatte, den hilfreichen Tipp einen anderen Weg zu nehmen. Geschafft und glücklich, die Anfahrt ohne Schaden überstanden zu haben, kam ich am Hotel Blitz in Berwang an.

Vielfältiges Angebot

Berwang ist einer der acht Orte, die sich zum Tourismus- und Erholungsgebiet Tiroler Zugspitz Arena zusammengeschlossen haben. Auf 1.342 Meter Höhe befinden sich Skilifte, Langlaufskiloipen, Wanderwege und für den Sommer einige Mountainbikestrecken sowie Bade- und Gebirgsseen direkt vor der Haustür. Die Zugspitze liegt ebenfalls gleich ums Eck und bildet für jede Outdoor-Aktivität das perfekte Panorama.

Ab März 2017 hat die Tiroler Zugspitz Arena jetzt ein neues fünftägiges Winter-Aktivprogramm für die Zielgruppe der über 50-Jährigen im Angebot. Dass dabei auch jüngere Altersklassen auf ihre Kosten kommen, kann ich nur bestätigen. Das Aktiv-Programm ist in den Kategorien „aktiv light“ und „aktiv plus“ buchbar und beinhaltet eine abwechslungsreiche Mischung von Wintersportaktivitäten und Rahmenprogramm. Dazu zählen unter anderem Ski- und Langlaufskikurse, die je nach Können buchbar sind, geführte Winterwanderungen oder Skitouren zu einsam gelegenen Hütten. „Wir spielen zwei unterschiedliche Programme: Nummer eins wendet sich an alle, die im Einklang mit der Natur fitter werden wollen. Das ist auch für Männer und Frauen gedacht, die vielleicht nach einer Pause wieder ins Skifahren einsteigen. Das zweite Programm ist für Aktive, die sagen: Ich bin leistungsmäßig noch nicht dort, wo ich hinwill. Das sind Frauen und Männer, die sich im Urlaub verbessern wollen, in der Kleingruppe mit maximal zehn Teilnehmern, in einer Art Personal Training,“ erklärt mir Petra Fraune, Geschäftsführerin vom Tourismusverband Tiroler Zugspitz Arena. Zu den ergänzenden Programmpunkten, wie Fackelwanderungen, musikalische Hüttenabende oder Restaurantbesuche kommen dann alle Teilnehmer wieder zusammen. So haben zum Beispiel auch Paare mit unterschiedlichem Leistungsniveau die Möglichkeit, das eigene Sportangebot zu wählen und trotzdem viel Zeit miteinander zu verbringen.

Winterwanderung und Kaiserschmarrn

Auf unserem Reiseterminkalender stand unter anderem eine Winterwanderung, die uns von der Stadtmitte Berwangs zum Gasthof Bergblick in Brand führte. Fast zehn Kilometer ging es durch die schönste Winterlandschaft. Petrus hatte es dabei echt gut mit uns gemeint. Tirol zeigte sich von seiner besten Seite mit herrlichem Sonnenschein bei fast minus 20 Grad. Mit dabei war unser Guide Walter, der uns die Natur von Tirol nahe brachte und immer wieder kleine Anekdoten aus seiner Zeit als Inhaber der örtlichen Skischule erzählte. Nach zweieinhalb Stunden Wanderung hatten wir uns den leckeren Kaiserschmarrn redlich verdient.

 

Zugspitz Arena – ich komme wieder

Zum Abschluss unseres Tagesausflugs gab’s dann noch eine besondere Show: Noch bevor die Abfahrten von den Pistenraupen präpariert werden, geht es abends am Berg in Berwang ab. Dann zeigt die örtliche Skischule, was Jung und Alt auf Skier und Snowboard so drauf haben.

Nach meinem Ausflug in die Tiroler Zugspitz Arena kann ich auf jeden Fall sagen, dass die Region eine Reise wert ist. Ich habe mir fest vorgenommen, wieder zu kommen. Dann besser vorbereitet mit Allradantrieb :)

Kurzentschlossene können das Aktiv-Programm der Tiroler Zugspitz Arena übrigens noch für März 2017 buchen. Mehr Informationen zum neuen Aktiv-Programm gibt es auf der Website der Tiroler Zugspitz Arena.

 

Sport macht gesund

Dass Sport generell gut für die Gesundheit ist und nicht – wie viele Zeitgenossen denken – etwas zum Abnehmen, ist mittlerweile bekannt. Die Frage ist nur: Wie schaffe ich es sportlich am Ball zu bleiben, obwohl draußen die große Grippewelle tobt?

Aufkommende Erkältungen werfen den untrainierten Sportler immer wieder aus dem regelmäßigen Training. Damit das nicht mehr so schnell passiert, zeigen wir euch wie man mit Sport das Immunsystem stärken kann.

Sport als Allheilmittel

Das Wetter scheint seit ein paar Tagen nicht mehr so trüb, doch ein Stop der Grippewelle ist noch nicht in Sicht. Damit der ein oder andere Infekt ausgelassen werden kann, ist es wichtig, sein Immunsystem best möglichst zu unterstützen. Hilfreich hierbei ist zum einen eine gesunde Ernährung. Zum anderen kann regelmäßiger Sport unseren Körper in Schwung bringen und damit auch das Immunsystem ankurbeln. Mit viel Bewegung werden nicht nur die Muskeln gestärkt, sondern auch die Abwehrzellen. Diese können bei einem Infekt die Krankheitserreger schneller und effektiver bekämpfen.

Das schwächt das Immunsystem

Der Hauptfaktor, der zu einer Schwächung des Immunsystems führen kann, ist Stress. Um einen Ausgleich zu schaffen, ist Sport im Freien von Vorteil. Die frische kalte Luft regt die Durchblutung an und steigert ebenfalls die Abwehrkräfte.

Dabei gilt: Wer zu lange läuft, setzt sich der Gefahr aus, an den Atemwegen zu erkranken. Durch die kalte Winterluft kann es zum Austrocknen der Schleimhäute kommen. Daher lieber an kalten Tagen ins Fitnessstudio gehen. Ist es wieder wärmer, steht dem Sport im Freien nichts im Wege.  

Bei einer Erkältung gilt: Sportpause

Hat einen die Grippe dennoch erwischt, lieber aufs Training verzichten, denn das schwächt das Immunsystem  noch zusätzlich. Der Körper braucht in dieser Phase Ruhe, um sich auszukurieren und die Erkältung zu überwinden.

Ihr seht: Sport ist ein sehr wichtiger Faktor für unser Immunsystem. Wichtig ist, die Signale seines Körpers nicht zu überhören und die Bewegung an seinen Bedarf anzupassen.

ISPO

Unsere Eindrücke von der ISPO

ISPO in München – das bedeutet jedes Jahr ein großes „Familientreffen“ der spannendsten Sportmarken. Vorgestellt werden die neuesten Produkte, aber auch zukünftige Entwicklung werden diskutiert. Zentrale Themen im Februar 2017 waren unter anderem Health und Fitness, Outdoor und die neue Rubrik Snow & Safety.

ISPO-Trends

Ein Blick auf die Vorträge im Rahmen der ISPO zeigt, worüber sich die Branche gerade Gedanken macht: Digitalisierung, Influencer Marketing und natürlich auch Modetrends. Besonders das Thema Wearables wurde viel diskutiert. Zum Beispiel die neuesten Entwicklungen im Bereich Ski-Uhren. GPS-Smartwatches erfassen mittlerweile automatisch einzelne Abfahrten und zeichnen dabei die Geschwindigkeit, Distanz und Sprungdaten auf. Damit kann sich keiner vor dem direkten Vergleich drücken.

Die Startup-Ideen von der ISPO

Außergewöhnliche Produkte wurden auch von Startups präsentiert. Diese konnten sich für den ISPO Brandnew Award bewerben und als Gewinner ihre Idee direkt auf der ISPO vorstellen. Wir haben uns die Produkte der Startups genauer angeschaut. Die Bandbreite war dabei riesengroß.

Die Award Rubriken reichten von „Accessoires“ und „Styles“ über „Wearables“ und „Hardware“ bis hin zu „Fitness“. Wem zum Beispiel das Zusammenrollen der Fitnessmatte nach einem Workout zu mühsam ist, der kann sich nun freuen Es gibt ein amerikanisches Unternehmen, das sich an den selbstwickelnden Armbändern orientiert und dies auf die Fitnessmatte angewendet hat. Die Matte muss lediglich umgedreht auf den Boden gelegt werden und schon rollt sie sich automatisch zusammen. Ein weiteres praktisches Gadget ist das Flying Tent. Nein, hierbei handelt es sich nicht um ein fliegendes Zelt, sondern ein Wurfzelt, das als Hängematte benutzt werden kann.

Die ISPO 2017 in München

Neues vom Squash

Squash mit Interaktion? Möglich mithilfe von Bewegungssensoren und einem Projektor, der den Squash-Spielern neue und unterschiedliche Spielvarianten bietet. Mit Echtzeit-Feedback kann das eigene Können mit Spielern aus der ganzen Welt verglichen und verbessert werden.

Auch Wassersportler können sich freuen: Ein Neoprenanzug, der endlich mal nicht schwarz ist, kommt verstärkt auf den Markt. „Bunt ist das neue Schwarz“, dachte sich der russische Unternehmender Kos und produzierte unter dem Namen NoMoreBlack, eine bunte Auswahl an Anzügen.

Snowboard aus Bambus

Cool fanden wir auf der ISPO auch das Snowboard aus Bambus. Es sieht nicht nur stylisch aus, sondern ist auch noch umweltfreundlich. Interessant hierbei ist, dass das Board eine Next Core-Technologie aus gebogenen Bambus-Stringern besitzt, die die Energie vom Fuß an die Kante leitet. Somit erhält das Board mehr Dynamik und Stabilität. Durch die Verwendung von Kork mit Flachfasern besitzt es zudem eine bessere Dämpfung und ist nicht so schwer.

Fazit: Viele neue Ideen, viele Inspirationen, unendlich viele Trends, der kommende Sommer wird sicher spannend.

Rollstuhlfechten mit Erfolg

Wir haben uns auf die Suche nach leidenschaftlichen Sportlern gemacht und sind dabei auf Maurice Leon Schmidt getroffen. Trotz seiner Behinderung, übt er seit September 2012 erfolgreich die Sportart Rollstuhlfechten aus. Maurice hat mit seinen 17 Jahren ein ganz klares Ziel, er möchte eine Medaille bei den paralympischen Sommerspielen 2020 holen. Mit diesem Vorsatz hat sich Maurice leidenschaftlich ins Training gestürzt und konnte sich somit erste Erfolge sichern.

Wie es ist, die Sportart Rollstuhlfechten auszuüben und was Maurice hierbei Spaß macht, erläutert er uns in einem Interview:

Maurice, eine Sportart mit Handicap zu betreiben und dann auch noch so erfolgreich, ist für viele nicht einfach, wie bist du denn überhaupt zum Rollstuhlfechten gekommen?

Ich habe vor dem Rollstuhlfechten schon viele andere Sportarten ausprobiert, meistens mit den Prothesen. Da konnte ich aber leider nie mithalten. Eine Kollegin meiner Mutter hat dann meinen jetzigen Vereinskollegen beim Stadtfest gesehen, bei dem er ein Showgefecht aufgeführt hat. Hierbei dachte sie direkt an mich. Daraufhin habe ich es mir angeschaut und war sofort von der Atmosphäre begeistert.

Was würdest du sagen macht die Sportart Rollstuhlfechten aus?

Wenn man Rollstuhlfechten hört, denkt man wahrscheinlich erst einmal an zwei Rollis die aufeinander zu fahren. Dabei ist es ganz anders. Ich konnte es mir zunächst auch nicht vorstellen. Obwohl die Rollstühle fixiert sind, damit sie sich nicht bewegen, ist es eine der dynamischsten Sportarten, die ich kenne. Bei dieser Sportart steht nicht die physische Stärke im Mittelpunkt, sondern die Technik an sich. Fechten ist Kopfsache und ein Sport mit gewissem Niveau.

Was macht dir beim Rollstuhlfechten am meisten Spaß?

Dadurch, dass nicht sehr viele Sportler Rollstuhlfechten betreiben, kennt man sich untereinander sehr gut. Auch international habe ich daher schon einige Kontakte knüpfen können.

Fühlst du dich mit deiner Beeinträchtigung gehandicapt?

Ja und nein. Dadurch, dass ich meist mit Prothesen unterwegs bin, werde ich bei meiner Mobilität kaum behindert. Jedoch merkt man schon immer wieder, dass es Sachen gibt, die so nicht gemacht werden können. Ich lasse mich davon aber nicht runterkriegen und freue mich eher über die Dinge, die ich erfolgreich meistern konnte.

Was würdest du einem Einsteiger raten, wenn dieser mit Rollstuhlfechten beginnt?

Anfänger sind beim Rollstuhlfechten entweder viel zu zurückhaltend oder zu „wild“. Man sollte sich daher etwas zutrauen und ausprobieren, aber nicht sinnlos herumfuchteln. In den Pausen ist es auch immer ganz ratsam, sich die Gefechte der anderen anzuschauen und daraus etwas mitzunehmen.

Dein nächster bevorstehender Wettkampf ist der Weltcup vom 15. – 17. Februar in Eger, wie sieht dein Training diesbezüglich aus?

Ich habe dreimal in der Woche Training. Zudem wird es am Wochenende einen Leistungslehrgang geben, der nochmal alles aus uns herausholen soll. Am 29. Januar hatte ich mein erstes Turnier in diesem Jahr, das als Test für den Weltcup galt. Hierbei konnte ich erfolgreich den ersten Platz belegen.

Maurice mit seinem Trainer Gavrila Spiridon

Wir danken Maurice für das tolle Interview und den Einblick, den er uns in die Sportart Rollstuhlfechten gegeben hat. Wir drücken ihm für seinen bevorstehenden Wettkampf die Daumen und wünschen Maurice auf seinen weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg.