Das größte Pfund, mit dem der Salzburger Renommier-Wintersportort nicht ungern wuchert, ist seine Lage. Gerade mal 90 Kilometer von der Mozartstadt entfernt, von Wien oder München aus gleich gut zu erreichen. Auf 1.740 Meter Höhe liegt das Ortszentrum und von da spannen sich die Pisten an den Flanken einer majestätischen Bergkulisse bis hinauf auf 2.526 Meter Höhe. Die besondere Wetterkonstellation in den Tauern tut ein übriges dazu, dass der Schnee hier oft schon im Oktober kommt, erst im Mai allmählich geht und in schönster Pulverkonsistenz fast sieben Monate lang liegen bleibt. Wer sich des Skivergnügens zu jeder Winterzeit sicher sein will, hat, außer den Gletschern, zu Obertauern nicht allzu viele Alternativen.
Schon die legendären Beatles waren die Mitbegründer des internationalen Renommees, das Obertauern seit bald 40 Jahren stetig mehrt. Von jedem Punkt des Ortes aus ist man in wenigen Minuten mitten im Skigeschehen. Die Lifte sind so feinsinnig verwoben, dass man, entweder mit dem Uhrzeigersinn oder diesem entgegen, sämtliche Pisten abfahren kann und immer wieder zur Ausgangsstation zurückkehrt. „Tauernrunde“ nennt sich das, ein Perpetuum mobile des Skilaufs, einzigartig in seiner Art im gesamten Alpenraum. 26 Seilbahn- und Liftanlagen fungieren als Verbindungselemente zu den rund 100 Kilometer Pisten.
Wenn sich die Skiläufer und Snowboarder schon in die Après Ski Domänen des Ortes verzogen haben, schnurren unzählige Pistenraupen die Hänge rauf und runter, um das Skivolk am anderen Morgen wieder auf perfekt präparierte Pisten zu stellen. Doch nicht nur ob seiner glatten Pistenperfektion spielt Obertauern in der winterlichen Champions League. Auf dem „Gamsleiten 2“ bietet Obertauern eine der steilsten Buckelpisten Europas, Kategorie tiefschwarz und der gesuchte Kick für die Besten unter den Skifahrern und Snowboardern. Letztere delektieren sich in Obertauern noch an einem weiteren, ziemlich fetten Vergnügen, dem Longplay-Snowboard-Park. Von „beginner lines“ über „rails“ bis zu den Boxen und Sprüngen ist hier alles aufgereiht und inszeniert, was sich die Szene in aktuellem Snowboardish zulüstert.
Fast möchte man meinen, Obertauern wäre nur der Spielplatz für die „young urban people“, die einzeln oder paarweise auftreten. Das Obertauern-Gefühl zieht sich jedoch durch alle Altersgruppen und höchst erstaunt nimmt der Neuankömmling wahr, wie viele Familien mit kleinen oder größeren Kindern die Pisten und Hotels bevölkern. Im Ort gibt es sage und schreibe sieben Ski- und Snowboardschulen, die sich allesamt liebevoll um die Wintereleven kümmern. Für Kinder ab zwei Jahren, die nicht Ski fahren, bietet Obertauern einen eigenen Gästekindergarten. Highlight ist aber zweifelsohne das „Kinderland Obertauern“ ein Schnee- und Spielparadies mit eigener Kinderdisco für die jüngsten Gäste des Ortes, betreut von ausgebildeten Kinderpädagoginnen.
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